The Life Pursuit this is the honest sound of coming down

Kirby 3

Achtung, Meta.

Endlich hab ich das Upgrade auf Kirby 3 geschafft. War eigentlich ganz einfach: einmal »rm -rf *«, dann das neue vorbereite Git Repo klonen und schnell das Submodule für RSS- und JSON-Feed initialisieren. Es scheint(!) als sei nichts schief gegangen. Die Feeds werden jetzt zwar von einem neuen Plugin erzeugt, aber zumindest NetNewsWire scheint davon nichts mitbekommen zu haben. Der Inhalt des RSS-Feeds sollte auch komplett identisch sein, der JSON-Feed enthält »geändert am«-Daten, aber den hat eh niemand abonniert?

Ach ja, die Photoseite ist jetzt erstmal offline, da ich das alte Plugin einfach rausgeschmissen habe. We’ll see.

Open Access

If a »resource« is available online, but not:

  • available for download…
  • in a common format (think pdf for documents or mp3 for audio files) and
  • accessible without a login or captcha (how I loathe identifying traffic signs, seriously),

then it’s not really open access and drives me fricking nuts.

Zoidberg meme

Sprache und Demokratie

Um der (Nicht-)Übersetzung eines Wortes wegen die Message mehrfach zu wiederholen, ein gutes Stilmittel.

我不想说什么中文不如英文更适合逻辑思考之类的无聊话

The Kinks

Ich kannte von den Kinks lange nur Low Budget, aber nachdem ich in den letzten Monaten auf Reisen immer den Soundtrack zu The Darjeeling Limited rauf- und runterhöre, habe ich mich endlich mal an Lola vs Powerman and the Moneygoround gewagt, denn drei Songs davon sind auf dem Soundtrack drauf. Und ich muss mal wieder bereuen, richtig gute Musik nicht schon früher gehört zu haben. Was für ein großartiges Album!

The Kinks - Got to be free

2019年01月

  • Chengdu: come for the pandas, stay for the food.
  • Die CCTV-Neujahrsgala ist auch nur ein beauty pageant.
  • 「万物皆有裂痕,那是光照进来的地方。」
  • Die Sonne über Altona hat sich mit einer sehr guten letzten Folge verabschiedet.
Friseursalon
Mapo Doufu
Kalligraphie
Stele für die Martyrer der Xinhai-Revolution
Nanjing
verlassene Bibliothek

[Nachtrag: Warum auch immer ich diesen Post bisher nicht veröffentlich hatte, nun ist er online.]

Kreativ gegen Sexismus

Meine Freundin hat maßgeblich zum Erfolg dieser tollen Aktion von Pinkstinks beigetragen. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben.

Eigenwerbung: Fernostwärts #41 on Hip-Hop in China

One day after Katharin talked to Lauren, I arrived in Chengdu as well. I guess this is the closest I’ve come to being on one of our interview shows :D

It’s a really interesting conversation on ethnic minority representation and the underground/mainstream and culture/politics dichotomies in the PRC.

We could’ve done an after show this time, which would’ve been three people very much enjoying spicy food—but don’t worry, we didn’t. Enjoy:

FOW041 – Chengdu Bling: Hip-Hop in China (with Lauren Teixeira) (EN)

Die Pflicht, zu erzählen

Im Februar wird Leon Schwarzbaum 98. Heute sieht er es als seine Pflicht an, seine Geschichte zu erzählen, als Zeitzeuge des Holocaust aufzutreten. Im Auschwitz-Prozess gegen den SS-Unterscharführer Reinhold Hanning trat er im Februar 2016 als Nebenkläger auf. Schwarzbaum stellte ihm Fragen, schrieb ihm einen Brief. Hanning blieb stumm. Das Schweigen der Täter verfolgt Leon Schwarzbaum. Sie zeigten weder Zweifel an ihren Taten noch Reue. Dieses Schweigen holte ihn einmal auch an einer festlichen Hochzeitstafel ein.

„An unserem Tisch saß noch ein Mann mit einem weißen Jackett. Da sagt er zu fortgeschrittener Stunde, sagt er zu mir: Wo warst Du, Kamerad? Ich war bei der SS. Da sagt meine Frau zu ihm: Mein Mann war in Auschwitz. Da ist er aufgestanden und weggegangen.“

Der ehemalige SS-Mann im weißen Jackett habe sich enttäuscht und überrascht von ihm abgewandt, erzählt Leon Schwarzbaum.

Holocaust-Überlebender - Leon Schwarzbaum kämpft gegen das Vergessen

Dezember 2018

  • neue Fernostwärts-Folgen:
  • viele Diners
  • viel Sonnenschein (leider mit teils eisig kaltem Wind)
  • viele Prüfungsleistungen
  • Schnee in Nanjing
  • Streichelzoo is all around
  • Wenn ihr einer Person eine Freude machen wollt, nehmt viele Sprachnachrichten auf, in denen Bekannte und Unbekannte der Person sagen, daß es voll schade ist, daß sie nicht da ist – auf unterschiedlichen Sprachen 😊 (dankedankedanke Daniel, Katharin, Merle!)
  • Nachdem ich diesen Herbst wieder ein bisschen auf Instagram unterwegs war, hab ichs diesen Monat wieder gelöscht. Ein paar spezifische Kritikpunkte daran hab ich, aber ausschlaggebend war doch die erneute Erkenntnis, das social media mir einfach nicht gut tut ¯\_(ツ)_/¯

Es folgen noch zwei Buchbesprechungen, irgendwie mußte ich meine Gedanken dazu wohl noch loswerden…

Aleida Assmanns »Im Dickicht der Zeichen«

Schöne Sammlung historischer Ästhetiktrends, was laut ihr ganz viel mit Foucaults Untersuchungen in Die Ordnung der Dinge zu tun hat – und das stimmt auch, aber die Beziehungen, die sie aufstellt, lässt sie in ihrer Bedeutung dann doch im Trüben; und die impliziten Parallelen wie die »Signaturen« der Renaissance-Zeit greift sie erst gar nicht auf. Viel verständlicher als Foucault selbst, aber leider auch keine richtige Einführung in die geisteswissenschaftliche Archäologie. Eher eine unterbestimmte Anwendung dieser Methode. Aber ich mag auch einfach keine literaturwissenschaftliche Untersuchung (und das sind Assmanns Essays dann doch zum größten Teil) mehr lesen, in denen angeblich irgendwie Foucault zum Tragen kommen soll, aber der Text sich dann mit Foucault im Literaturverzeichnis begnügt und nichts seiner Theorien konkret aufgreift. Dies wiederum geht im konkreten Falle als Kritik zu weit: Assmann geht anfangs schon detailliert auf Foucaults Wissensarchäologie ein und legt ihre Kritikpunkte daran dar. Nur kommt sie dann in den folgenden Texten, die diese Kritikpunkte untermauern und verdeutlichen sollen, nie wieder auf diese theoretischen Aspekte zu sprechen – mit solcher Implizitheit kann Leser*in natürlich umgehen, aber ich finde ihre Argumentation eben weder sehr klar noch komplett richtig und frag mich, inwieweit das an Implizitem liegt, das ich falsch lese oder an Assmanns Argumentation selbst. Say what you mean.

Thomas Manns »Doktor Faustus«

Endlich! Endlich ein Buch von Mann, das ich nicht nach den ersten 50-100 Seiten gelangweilt bei Seite legen musste. Und dabei rede ich noch nicht mal von den Buddenbrocks. Ich glaube früher, sehr viel früher, hatte ich mal Tod in Venedig und den Zauberberg angefangen, aber konnte wirklich nicht viel damit anfangen (*badam*). Faustus hingegen konnte früh durch den Erzähler überzeugen und die Sprünge desselben zwischen den letzten zwei Kriegsjahren im nationalsozialistischen Deutschland und der Lebenszeit, der Lebenszeiten Adrian Leverkühns. Ich weiß nicht recht, wie ich’s möglichst simpel und ohne Ironie schreiben kann, aber: ein unheimlich gutes Buch. Insbesondere, da der Teufel Goethe zitiert.

Interessant finde ich die Parallele zwischen Hesses Glasperlenspiel, das sozusagen ja auch das Exil – vielleicht muss man sagen, nicht nur das persönliche Exil, sondern den Auszug der bürgerlichen Bildung überhaupt – verhandelt, indem die Musik ins Zentrum der Erzählung rückt.


So, nun hör ich weiter The Suburbs von Arcade Fire, überleg mir blöde Grunde, warum 28 ne schöne Zahl ist und geh Joggen. Frohes Neues, everyone ☀️

the cutest little kitten in a fluffy hat

Weihnachten in Tamariu

Was mir immer fehlt, wenn ich die Adventszeit und Neujahr nicht in Deutschland verbringe, sind erstmal die Nachmittage und Abende mit Glühwein auf irgendwelchen Weihnachtsmärkten. Dunkel und kalt und viel zu viel Gedrängel, doch trotzdem schön. Das trägt auch tatsächlich zu so einer Akzeptanz für den Jahreswechsel bei, diese kleinen über den Dezember verteilten Glühweingelegenheiten, also dadurch das Zuendegehen des Jahres peux a peux zu begreifen. Ersetzt so gesehen ein bisschen die vier Adventssonntage. Hier in Nanjing scheint es mir heute dagegen absurd, dass schon der 23. Dezember sein und ich mich bald an eine neue Jahreszahl gewöhnen soll. Aber ganz ungeschmückt geht es auch hier nicht zu: Immerhin steht vorm nächsten Supermarkt eine schrecklich anmutende aufblasbare Weihnachtsmannstatue mit Saxophon, die sich ab und zu, elektrisch betrieben, auch noch bewegt.

Wirklich schade ist es mir dieses Jahr aber um das Erdmöbel-Weihnachtskonzert, das würd ich sehr gern jedes Jahr besuchen. Ebenso wie den C3 in Leipzig, um einige tolle Menschen wiederzutreffen. Aber der Zweijahresrhythmus, auf den sich diese Events eingependelt haben, hat auch was für sich, denn irgendwie erscheint es mir schön, etwas bekanntes zu verpassen. Ein known missing out, sozusagen. Und sich zwei Jahre lang auf etwas freuen zu können, ist auch sehr schön. Bis hierher, ich wünsche frohe und besinnliche Feiertage, friends.

niedlicher kleiner Hund
auf ins neue jahr

November 2018

Ein schöner Monat mit Besuch aus Hamburg, kleinen Ausflügen nach Hangzhou und Shanghai (gemeinhin als »Paris des Ostens« geschätzt), vielen bunten Blättern und verspielten Katzen. Ich hab viel gelesen und wenig geschrieben, daher folgen jetzt einfach kommentarlos ein paar Bilder.

Nanjing

Herbst in Nanjing I
Herbst in Nanjing II
Nanjing, Südbahnhof
Herbst in Nanjing III
Cats of Nanjing I
Cats of Nanjing II

Hangzhou

Fantastische Werbung
Herbst in Hangzhou

Shanghai

Shanghai I
Shanghai II
Shanghai III
Shanghai IV
Shanghai V
Shanghai VI

Eigenwerbung: Fernostwärts #38 über Bilaterales Hacking

Nach langer Zeit bin ich endlich mal wieder in einer Fernostwärts-Folge zu hören. Die schlechte Tonqualität in der ersten Hälfte sollte nicht etwa nostalgische Gefühle wecken, wir hatten leider kleinere Probleme mit der Aufnahme. Dafür ist das Thema umso interessanter: Bloomberg berichtete von winzig kleinen Chips, die in China auf Server-Hardware angebracht wurden, um die US-amerikanischen Endkunden der Server abzuhören; aber derzeit deuten alle Zeichen darauf hin, dass Bloombergs Artikel aus einigen Mutmaßungen eine reißerische, übertriebene Story zusammenflickte.

Im zweiten, etwas besser klingenden, Teil der Folge sprechen Katharin und ich schließlich über Hacking-Angriffe auf die USA in den vergangenen Jahren, die der VR China zugeschrieben werden.

Lektüre, September 2018

Meine beste Anschaffung dieses Jahr war ein Kindle. Schon lange habe ich nicht mehr so viel und und vor allem an so vielen Orten gelesen.

Die Fractured Europe-Trilogie von Dave Hutchinson

Auf Empfehlung von Adam Roberts, auf dessen Empfehlung hin ich so ziemlich jede englische Fiction lesen würde. Sehr unterhaltsame SciFi-Trilogie, im November kommt ein vierter Band raus.

Getting Things Done von David Allen

Jaja, das musste jetzt endlich mal sein. Hochgradig unterhaltsam wegen den Beispielen (quasi immer »drive your kids to the Polo club« oder »have your secretary prepare something«), aber tatsächlich ein paar ganz spannende Ideen zur Selbstorganisation.

Creative Selection von Ken Kocienda

Pfffff, langweilig? Also nicht trocken, aber irgendwie nicht gut geschrieben und teils sehr abstrus, wenn er versucht, Erfolgsregeln aufzustellen. Schnell gelesen, bei Interesse an Apple, why not.

The Overstory von Richard Powers

Wunderschön! Davon habe ich erst gut 1/4 gelesen, aber kann es jetzt schon uneingeschränkt für Leute mit halbwegs grünem Daumen empfehlen. Jedes Kapitel erzählt die Geschichte von Protagonist*innen und deren Verhältnis zur Natur. Liest sich besser als meine Zusammenfassung klingt!


Und als Empfehlung zum Schluss noch ein taz-Artikel über Jugend, Gewalt und Rechtsextremismus in Ostland:

Teach us to sit still

Am Anfang des Sommers hatte ich zum ersten Mal über Meditation geschrieben und das ist nun auch schon einige Monate her. Genügend Zeit, um nochmals ein kleines Resumée meiner Meditationspraxis zu ziehen.

Day in, day out

Täglich zu meditieren hat seit dem ersten Artikel tatsächlich weiterhin durchweg gut funktioniert. Ich habe in meiner Todo-Liste auch täglich einen Eintrag dafür (um mich vor allem am Wochenende, wenn der Tagesrhythmus variabler ist als wochentags, dazu zu zwingen), aber vergessen tue ich es eigentlich nicht mehr. Meditieren ist inzwischen morgens fast schon so selbstverständlich wie Zähneputzen.

Einen Aussetzer gab es jedoch neulich, denn nach einem laaaangen KTV-Abend war ich am nächsten Tag so durch, daß ich nicht meditieren wollte, einfach weil ich das Gefühl hatte, es würde sowieso nicht funktionieren und liefe bloß auf im Schneidersitz verkatert sein hinaus. Den einen Tag Pause habe ich danach aber in den Tagen danach nicht negativ wahrgenommen, also scheinen ab und zu ungeplante Unterbrechungen des täglichen Rhythmus kein Problem zu sein. Dennoch habe ich manchmal das Gefühl, daß meine Bereitschaft und mein »Erfolg« beim Meditieren stark fluktuieren.

Sometimes you’re the windshield

Ich nutze zum Meditieren immer noch Headspace. Allerdings bin ich in den letzten Wochen etwas unzufrieden mit den Lektionen, die ich darin nutze. Zurzeit bin ich an den fortgeschrittenen Übungen, die an sich auch ganz gut sind, aber irgendwie höre ich bei den einleitenden Sätzen einer Sitzung nicht so wirklich genau zu und kriege dann nicht mit, was genau darin geübt wird und warum. Gefühlt sagt die ruhige Anleitungsstimme in meinem Kopf jeden Morgen etwas anderes: »Heute achten wir auf Ablenkungen/Übergänge/blablabla und tragen das dann alles schön weiter mit in den (All-)Tag«. Ich wäre gerne mehr ins Programm eingeweiht, so eine kleine Zusammenfassung oder Mindmap dieser ganzen Übungen wäre hilfreich, denn so habe ich das Gefühl, eigentlich besser zu den einzelnen »Guided«- oder »Unguided«-Sitzungen greifen zu sollen, denn bei denen geht es ja nur um Übung, nicht um neue Lerninhalte.

Beobachtung zweiter Ordnung

Was überall zu diesem Thema gesagt wird, aber hier trotzdem nochmal wiederholt werden muss: Es geht beim Meditieren nicht darum, schlechte Gedanken oder Gedanken an sich abzuschalten und reglos vor sich hin zu vegetieren (zumindest auf dem Niveau, um das es mir hier geht, ymmv). Vielmehr sollen Gedanken und Gefühle nicht aktiv erlebt werden, sondern aus einer Beobachtungsposition heraus wahrgenommen werden. Also anstatt »ich bin wütend« zu sein, sollte »ich fühle mich wütend« wahrgenommen werden. (Über die exakte Formulierung lässt sich sicher streiten). Das psychische System wird also unterteilt in Beobachtungs-Ich und Erlebnis-Ich, wobei letzteres der Umwelt des Beobachtungs-Ichs zuzurechnen ist. Man lernt, seine Gefühle und Erlebnisse als getrennt von einem selbst zu sehen und dadurch besser mit ihnen umzugehen. »You’re the sky, not the weather.« Ich würde gerne endlich mal Kahnemann’s Thinking, Fast and Slow lesen und schauen, ob sich die Unterscheidung zwischen System 1 und System 2, die er beschreibt, auch irgendwie auf Meditation anwenden lässt.

Einfach machen

Falls das hier jetzt jemand gelesen haben sollte und mit dem Gedanken spielt, auch mal zu meditieren, dann würde ich sagen: Ja, mach einfach! Aber such dir irgendeine Form von externem Feedback (App, Buch, Freund_in), um gegen die anfänglichen Zweifel à la mache-ich-das-richtig und funktioniert-das-überhaupt anzukommen.

The Obvious Child

Seit ich Sonntag Vormittag vollkommen übermüdet (im Flieger habe ich so wenig wie sonst selten auf einem Langstreckenflug geschlafen, wahrscheinlich nicht mal eine halbe Stunde) in Nanjing ankam, sind nun auch schon wieder drei ganze Tage verstrichen. Und am letzten der drei, heute, waren die Schlangen bei der Einschreibung für Auslandsstudierende auch endlich nicht mehr ganz so lang und bewegten sich fast schon im Schnecken-auf-MDMA-Tempo vorwärts. So bin ich nun endlich im Besitz eines chinesischen Studierendenausweises, eines Stundenplans für meinen Sprachkurs – und einer Bleibe für das nächste halbe Jahr. Denn da ich heute bestätigt bekam, frei zwischen den zwei Campussen (mir fällt gerade ein, daß ich auf genau diesen Plural vor vier Jahren in Peking hinwies) der Nanjing Unversity wählen zu können, entschied ich mich für den Standort außerhalb der Innenstadt, da ich dort auch noch andere Kurse (something something conceptual history something) belegen werde und mir so unter der Woche leidiges Pendeln hoffentlich erspart bleibt (leidiges Pendeln zu privaten Zwecken, um Leute zu treffen oder um auszugehen, wird mich sicher das Semester über begleiten). Jedenfalls bin ich nach der erfolgreichen Einschreibung und des mißglückten Versuchs, ein Bankkonto zu eröffnen (nicht alle benötigten Dokumente dabeigehabt), mit den U-Bahn Linien 4 und 2 aus der Kernstadt raus in Richtung Osten gefahren und an der U-Bahn Station des Xianlin-Campus’ ins erste Maklerbüro spaziert. Gute zwei Stunden später war der Mietvertrag für ein Zimmer mit Bad en suite unterschrieben und meine neue Residenz der Polizei gemeldet. Morgen ziehe ich ein.


In einer Ecke meines Kopfs schwirren irgendwo noch weitere, ganz andere Gedanken zu diesen ersten Tagen herum, aber es gab so viele Dinge zu händeln und so viel Plausch zu plauschen, daß ich vieles noch nicht sortieren konnte; Spaß macht es hier allemal.


Nächstes Ziel: Beim Mietzahltag im Dezember eins von den coolen Kids sein, das per App bezahlt und nicht mit Cash.


Und fürs Techniktagebuch: Um meine Adresse bei der Polizei zu registrieren, sollte ich per WeChat einen QR-Code scannen und selbst die Daten eintragen. Das ging allerdings nicht, weil sich das Formular immer an einer bestimmten Stelle aufhängte und dann nur noch der Zurück-Button funktionierte. Also musste die (Paperwork gegenüber wohl eher abgeneigte) Polizeiangestellte die Daten selbst eintragen – in ein IE-Fenster auf – ich glaube – WinXP, in dem eine lokale Adresse (10.x.y.z) aufgerufen war. In der virtuellen Akte war auch das Bild zu sehen, daß bei der Einreisekontrolle Sonntag Vormittag von mir gemacht worden war.

I love computers!

The case of the 500-mile email

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